Portugal im Laufschritt

Portugal im Laufschritt

Meine Rundreise von der Algarve bis Porto

Portugal lässt mich einfach nicht los. Nachdem ich im letzten Jahr schon die Algarve bereist hatte, wollte ich diesmal mehr sehen – von der südlichsten Spitze bis in den Norden, von Albufeira über Lissabon bis nach Porto. Also habe ich wieder bei der Firma Klemm gebucht, in der Hoffnung, dass diese Reise genauso schön und entspannt wird wie meine erste.

Aber – wie so oft im Leben – kam es ein bisschen anders.

Die Route klang traumhaft: Sonne, Meer, Geschichte, Kultur, Wein und das Douro-Tal. Und ja, all das habe ich gesehen – aber im wahrsten Sinne des Wortes im Schnelldurchlauf. Unsere Gruppe bestand aus 38 Teilnehmern, und das hat man an jeder Ecke gemerkt: beim Stadtbummel, beim Essen, beim Einsteigen in den Bus. Die Reiseleiterin hatte es sicher nicht leicht, wir mit ihr jedoch auch nicht… Statt portugiesischem Lebensgefühl gab’s oft straffes Timing. Natürlich habe ich dennoch viele Fotos gemacht, die du in meinen ausführlichen Reisebericht entdecken kannst.

Trotzdem: Portugal hat mich wieder verzaubert.


Die Küste an der Algarve, die Brise am Cabo de São Vicente, die bunten Gassen von Lissabon, das elegante Cascais, die stillen Klöster von Alcobaça und Batalha, das vibrierende Porto und schließlich die herrliche Schifffahrt auf dem Douro – sie alle haben ihren eigenen Zauber. Besonders der Norden, mit seiner herbstlichen Sonne, dem Portwein und den sanften Hügeln voller Weinreben, war ein wunderschöner Abschluss.

Auch kulinarisch wurde ich nicht enttäuscht: fangfrischer Fisch, kräftiger Kaffee, süße Pastéis de Nata und ein Glas kühler Vinho Verde – Portugal weiß, wie man genießt.

Und nun bin ich sogar
zertifizierte Algarvereisende!

Was bleibt also von dieser Rundreise?
Viele Eindrücke, viele Kilometer, viele Geschichten – und die Erkenntnis, dass ich beim nächsten Mal lieber in kleinerer Gruppe unterwegs bin, mit mehr Zeit, um zu schauen, zu schmecken und zu spüren.

Portugal ist einfach zu schön, um es im Laufschritt zu erleben.

Den ausführlichen Bericht mit allen Etappen, Tipps und Bewertungen findest du hier:

Kurztrip nach Sangerhausen

Kurztrip nach Sangerhausen

Mit dem E-Auto zu Europas größter Rosensammlung

Diesmal war ich nicht mit dem Zug oder dem Flieger unterwegs, sondern habe mich hinter das Steuer meines E-Autos gesetzt. Ziel: Sangerhausen in Sachsen-Anhalt – und damit das berühmte Europa-Rosarium, das größte Rosarium der Welt!

Viele Frauen erzählen mir ja, dass sie sich längere Fahrten mit dem Auto nicht mehr zutrauen. Und ja – ich verstehe das gut: Unübersichtliche Innenstädte, dichte Autobahnen oder Dunkelfahrten im Winter? Da bin ich auch raus. Aber an diesem sonnigen Frühlingstag war alles perfekt: freie Fahrt über die A73 und A71, die Sonne im Rücken, ein kurzer Lade- und Toilettenstopp, und schon war ich in drei Stunden vor Ort.

Rosen, soweit das Auge reicht

Das Europa-Rosarium in Sangerhausen hat es wirklich in sich – über 8.700 verschiedene Rosensorten und -arten, mehr als 80.000 Rosensträucher auf 13 Hektar Fläche! Wenn Du also – wie ich – Deinen Garten mit einer neuen Kletter- oder Strauchrose aufhübschen möchtest, bist Du hier goldrichtig. Ich wollte mir die Sorten in Natura anschauen – denn ein Rosenfoto im Katalog sagt halt doch nicht alles.

Mein Eindruck: Für deutsche Verhältnisse wirklich schön angelegt – gepflegt, übersichtlich, informativ. Aber: Wenn Du, wie ich, schon englische Gartenanlagen wie Wisley oder Sissinghurst erlebt hast, wirst Du diesen Park vielleicht als ein wenig… nun ja, „funktional“ empfinden. Es sind halt wirklich hauptsächlich Rosen.

Übernachtung im Rosenhotel

Ich habe im Rosenhotel Sangerhausen übernachtet. Der Name klingt nach Blütenzauber und Gartenduft – in Wirklichkeit liegt das Hotel in einem Gewerbegebiet mit Blick auf Plattenbauten. Aber: Die Zimmer sind groß, sauber und zweckmäßig, das Essen im Restaurant gut und das Personal war freundlich – was man in Sangerhausen nicht immer behaupten kann.

Innenstadt mit Luft nach oben

Im Rosarium empfiehlt man übrigens den Besuch der Innenstadt. Warum, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Zwei schöne Kirchen und ein netter Marktplatz – ja. Aber kein schöner Laden, keine netten Boutiquen, keine Wollgeschäfte, keine Gartenaccessoires. Es gibt ein paar Cafés und Eisdielen, aber das war’s dann auch.

Tipp am Rande:

Parken am Nordparkplatz ist kostenlos, während man am Südparkplatz 1,50 € pro Stunde zahlt. Mit der App „EasyPark“ gibt’s an beiden Standorten übrigens einen kleinen Rabatt.

Fazit: Autofahren kann auch mal wieder Spaß machen

Die Rückfahrt verlief genauso reibungslos. Und ich muss sagen – beim Gepäcktransport ist das Auto einfach unschlagbar! Vielleicht sollte ich wirklich öfter auf vier Rädern reisen.

Und was die Rosen betrifft: Ich habe mir einige Sorten vorgemerkt – aber die bestelle ich im Herbst wurzelnackt, dann sind sie günstiger und die Anwachsrate deutlich besser. Mehr dazu bald auf meinem Gartenblog.

Steckeradapter für England

Steckeradapter für England

Steckeradapter für England – Klein, aber wichtig!

Vor meiner Reise zur Chelsea Flower Show 2025 nach London stand – wie so oft – erst einmal die Technik auf dem Prüfstand. Denn auch wenn das Vereinigte Königreich geografisch gar nicht so weit entfernt liegt, ticken dort nicht nur die Uhren anders – sondern auch die Steckdosen.

Ich erinnerte mich noch gut an die Zeit, als man für jedes europäische Land einen anderen Adapter brauchte. Frankreich, Italien, Spanien – ich hatte früher so einen multifunktionalen Adapterwürfel mit sechs verschiedenen Seiten, den ich wie einen Schatz gehütet habe. Heute ist das dank EU meist Geschichte. Aber eben nicht auf der Insel. In Großbritannien brauchst Du einen Adapter für Steckdosentyp G.

Die Suche nach einem alten Adapter in den Tiefen unserer Technik-Schublade blieb erfolglos. Also klickte ich mich durch Amazon und entschied mich für ein Modell mit USB-A und USB-C Anschlüssen – praktisch, wenn man mehrere Geräte gleichzeitig laden möchte.

Der Adapter hat mir auf der Reise gute Dienste getan und war täglich im Hotel im Einsatz – oft sogar parallel für Handy, iPad und Smartwatch. Ein kleines Helferlein, das ich in Zukunft bei Englandreisen nicht mehr vergessen werde. Apropos vergessen – natürlich hatte ich meine Powerbank nicht dabei, die wäre ab wichtig gewesen, da es im Bus keine Auflademöglichkeit für Handys gab. Bei den vielen Fotos, die ich gemacht habe, wäre das aber gut gewesen. Ich musste das Handy ständig im Batteriesparmodus schalten, damit es den Tag durchgehalten hat.

Wenn Du wissen willst, wie ich englische Gartenkultur, königliche Paläste und jede Menge botanische Inspiration erlebt habe – dann schau gleich in meinen Reisebericht zur Chelsea Flower Show nach England.

Meine Empfehlung

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Einreisebestimmung für UK

Einreisebestimmung für UK

Einreise nach Großbritannien – so funktioniert das neue ETA-Verfahren

Bevor ich mich voller Vorfreude in die Planung meiner Gartenreise nach England stürzen konnte, stand erstmal ein neuer bürokratischer Schritt auf dem Plan: das neue ETA-Verfahren. Seit April 2025 müssen auch EU-Bürgerinnen und -Bürger vor der Einreise ins Vereinigte Königreich eine elektronische Reisegenehmigung beantragen – ETA steht für Electronic Travel Authorisation. Klingt erstmal nach Visum, ist es aber nicht.

Da ich meine Reise frühzeitig geplant hatte, konnte ich noch vom „Sonderangebot“ profitieren: 16 Pfund (ca. 12,50 Euro). Seit Mitte April kostet das ETA regulär 20 Pfund.

So lief’s bei mir ab:

An einem ruhigen Sonntag habe ich mir die offizielle ETA-App aufs Smartphone geladen – das funktionierte problemlos. Dann habe ich meinen Reisepass bereitgelegt (wichtig: mit diesem Dokument muss man auch tatsächlich einreisen, und er muss noch lange genug gültig sein).

Die App führt einen gut durch den Vorgang – allerdings nur auf Englisch. Wer sich mit der Sprache schwertut, sollte sich ggf. Hilfe holen. Alternativ geht das Ganze auch über den Computer, aber ich fand die App einfacher, weil sie direkt die nötigen Fotos aufnimmt.

Du brauchst:

  • ein Foto von Dir (Selfie über die App),

  • ein Foto vom Pass,

  • Kreditkarte
  • und das Smartphone muss in der Lage sein, den Chip im Reisepass auszulesen (Tipp: Handyhülle vorher abnehmen!).

Zum Schluss wird bequem mit Kreditkarte bezahlt – und dann heißt es warten. Laut Info kann die Bearbeitung bis zu drei Werktage dauern.

Bei mir ging es blitzschnell: obwohl ich sonntags den Antrag gestellt hatte, kam die Bestätigungsmail nach drei Stunden. Das ETA ist zwei Jahre gültig, die Erlaubnis ist digital mit dem Reisepass verknüpft – ein Ausdruck ist nicht nötig.

Bei meiner Englandreise hat die Einreise tatsächlich wunderbar funktioniert. Hier kannst du lesen, wie meine Gartenreise in England war: Zum Reisebericht

Reiseführer – ja oder nein?

Reiseführer – ja oder nein?

Früher war das keine Frage. Da gehörte ein Reiseführer einfach zur Reiseausstattung dazu – mindestens einer, oft sogar mehrere. Dicke Wälzer, liebevoll mit Eselsohren, Notizen und eingeklebten Tickets versehen. Aber heute? Im Zeitalter von Google, Wikipedia, ChatGPT & Co.? Braucht man überhaupt noch ein Buch im Koffer?

Ich sage: Jein.
Wie so oft kommt es darauf an.

Für mich sind Reiseführer ein wunderbares Mittel, um überhaupt neue Reiseziele zu entdecken. Ich schnappe mir gerne Bücher aus der Bücherei und lasse mich beim Blättern inspirieren – ganz ohne Bildschirm. Und wenn ich mich für ein Land oder eine Region entschieden habe, besorge ich mir gezielt mehrere Reiseführer und lese mich ein. Das geht mit einer Tasse Kaffee auf dem Sofa einfach herrlich entspannt.

Auf geführten Reisen habe ich früher immer ein Exemplar dabeigehabt, um mir Orte und Eindrücke gleich zu notieren. Heute nutze ich Fotos mit GPS-Daten – so weiß ich auch im Nachhinein noch, wo genau ich gestanden habe, als ich auf den Auslöser gedrückt habe. Das spart Gewicht im Koffer und Platz in der Tasche.

Aber ganz ohne Reiseführer?
Wenn Du auf eigene Faust unterwegs bist, lohnt sich ein Buch dann doch wieder. Denn: Nicht überall gibt es stabiles oder kostenloses WLAN, und wer keinen passenden Roaming-Tarif hat, schaut mit großen Augen auf die nächste Handyrechnung. Ein Reiseführer auf Papier funktioniert immer – auch ohne Akku und Empfang.

Mein Tipp:

Ich schaue bei der Auswahl immer auf das Erscheinungsdatum – denn ein aktueller, aber durchschnittlicher Führer ist oft hilfreicher als ein zehn Jahre alter Klassiker.

Favoriten? Klar!
📘 Reise Know-How – mein Dauerbrenner für fundierte Infos.
📗 Marco Polo – praktisch aufgebaut, regional gegliedert und mit Online-Tourenkarte ein echtes Plus.

Und wenn’s mal ganz schnell gehen muss? Dann hat man ja Google 😉

Hilfreiche Reiseführer für deine Englandreise

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