Ein Wochenende zwischen Wolle, Zoo und Freundinnen

Ende März hieß es für mich: auf nach Leipzig! Bereits zum wiederholten Mal – und trotzdem fühlte sich dieses Wochenende völlig neu an. Der Anlass war schnell gefunden: ein Treffen mit vier wunderbaren Frauen, die ich von meiner Reise „Stricken und Meer“ kenne. Und natürlich gab es dafür nur einen passenden Grund: das Leipziger Wollefest.

Da wir unsere Abende unbedingt gemeinsam, gemütlich und mit Strickzeug verbringen wollten, kam ein klassisches Hotel für uns nicht infrage. Die Lösung war perfekt: ein großzügiges Apartment mitten in der Stadt.

Wohnen mitten in Leipzig – unsere perfekte Basis

Fündig wurden wir beim Apartment Central, das mehrere Apartmenthäuser in der Leipziger Innenstadt betreibt. Je nach Bedarf gibt es dort unterschiedlich große Apartments mit Küche, Bad, mehreren Schlafzimmern und Schlafcouch. Unser Apartment lag ideal:

  • ca. 15 Minuten zu Fuß vom Hauptbahnhof
  • 10 Minuten zur Innenstadt
  • 10 Minuten zum Zoo

Besser geht es kaum.

Auch an die Anreise war gedacht: Zwar fährt eine Straßenbahn nahegelegen zur Messe, doch da wir zu fünft waren, erwies sich das Auto als günstiger. Sehr praktisch war zudem die Möglichkeit, direkt über das Apartment einen Parkplatz mitzubuchen – in Leipzig ein echter Vorteil.

Ankommen mit Hindernissen – Bahnabenteuer deluxe

Die Vorbereitungen liefen reibungslos: Unsere zwei Autofahrerinnen kümmerten sich um Frühstückseinkäufe und sorgten für einen gut gefüllten Wein- und Wasservorrat. Wir anderen drei reisten mit der Deutschen Bahn an – und erlebten dabei ganz eigene kleine Abenteuer.

Eine Freundin aus dem hohen Norden „verlor“ unterwegs den Anschluss und kam erst am frühen Abend an. Eine andere, aus der Mitte Deutschlands, verlor gleich die komplette Zugverbindung und musste sich erneut durch den Buchungsdschungel kämpfen. Und ich? Unglaublich, aber wahr: pünktlicher Zug, nettes Zugpersonal, guter Kaffee und funktionierende Bordtoilette. Da fragt man sich doch kurz, ob man träumt.

Erster Abend: Ankommen, Essen, Stricken

Nachdem wir uns im Apartment häuslich eingerichtet hatten, machten wir einen kleinen Stadtbummel, holten unsere verspätete Mitreisende vom Bahnhof ab und trafen uns pünktlich zum Abendessen bei einem Italiener um die Ecke. Anschließend ging es zurück ins Apartment: aufs Sofa, mit Strickzeug, Gesprächen und jeder Menge Lachen – genau so hatten wir uns den Start vorgestellt.

Wollfest & Reizüberflutung

Der nächste Morgen begann perfekt: Um 8:30 Uhr kam bereits die Nachricht unserer Frühaufsteherin – „Kaffee ist fertig“. Und was uns erwartete, war ein liebevoll gedeckter Frühstückstisch. Gut gestärkt machten wir uns auf den Weg zur Messe.

Dank Online-Tickets ging der Einlass schnell, und in der Glaskuppelhalle traf uns erst einmal die volle Wucht des Wollefests: Stand an Stand, Farben überall, hochwertige Qualitäten, viel Handgefärbtes, viel Regionales. Wir ließen uns treiben, prüften Garne, planten Projekte – hielten uns mit dem Kaufen aber überraschend zurück, denn günstig ist dieses Hobby bekanntlich nicht. Kurz nach Mittag waren wir uns einig: Es reicht. Zeit für einen Kontrast.

Kontrastprogramm Zoo – tropisch, ruhig, entspannt

Nach einem kurzen Abstecher ins Apartment ging es weiter in den Leipziger Zoo. Punkt 15 Uhr nutzten wir das Abendticket – ein echter Spartipp. Unser erstes Ziel war das Gondwanaland, ein riesiges tropisches Glashaus. Zu unserer Freude war es dort erstaunlich leer, sodass wir ohne lange Wartezeit eine Bootsfahrt durch die Anlage machen konnten (kleiner Aufpreis, aber absolut lohnenswert).

Praktischer Hinweis am Rande: Im Untergeschoss gibt es bei den Toiletten zahlreiche Schließfächer – ideal, um dicke Jacken zu verstauen. Leider entdeckten wir sie erst beim Verlassen. Trotz kühlen Wetters schafften wir es, in den drei Stunden bis zur Schließung fast alles zu sehen. Nur einige Tiere bevorzugten verständlicherweise ihre warmen Innenbereiche.

Leipziger Klassiker & gemütlicher Ausklang

Mit müden Füßen, aber glücklich, kamen wir gegen 18:30 Uhr zurück ins Apartment, frisch gemacht – und dann auf zum Auerbachkeller, ein absolutes Muss in Leipzig. Ja, es ist laut, aber die historische Atmosphäre mit den bemalten Decken ist einmalig. Danach ließen wir den Abend wieder ganz gemütlich bei Stricken und Wein auf dem Sofa ausklingen.

Abschied – mit Wehmut und Vorfreude

Am nächsten Morgen hieß es früh aufstehen, denn um 11 Uhr musste das Apartment geräumt sein. Also gab es um 8:30 Uhr nochmals „Kaffee ist fertig“, gemeinsames Frühstück, Aufräumen, Müll entsorgen und Küche putzen – letzteres sehr wichtig, sonst wird es teuer. Danach saßen wir noch eine Weile in der großen, sehr bequemen Lounge des Hauses, wo es ganztägig kostenlosen Kaffee, Tee und Wasser gibt.

Gegen Mittag löste sich unsere Gruppe langsam auf. Die Rückreisen verliefen diesmal ohne Zwischenfälle, und wir blickten glücklich auf ein wunderbares Wochenende zurück – voller Eindrücke, Gespräche, gutem Essen und natürlich vieler Strickideen. Das nächste Treffen ist bereits verabredet: im Norden, in Travemünde.

Fazit:

  • Restaurants unbedingt reservieren, besonders am Wochenende (vor allem den Auerbachkeller).
  • Tickets online vorbestellen, das spart Zeit und Nerven.
  • Der Leipziger Hauptbahnhof ist ein kleines Einkaufszentrum mit vielen günstigen Essensmöglichkeiten.
  • Für Gruppen ist ein Apartment ideal: gemütliche Abende und deutlich geringere Ausgaben für Frühstück & Getränke.

Leipzig hat unglaublich viel zu bieten – eigentlich bräuchte man mehrere Tage. Oder man macht es wie ich und kommt einfach immer wieder.